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Mahnmal zum Pogrom 1938

In der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 kam es auch in Lünen zu Ausschreitungen und Gewalttaten. Drei jüdische Lüner Bürger wurden ermordet, ein vierter verstarb später an den Folgen der erlittenen Misshandlungen. Aufgrund einer Initiative aus der Bürgerschaft entstand die Idee eines Mahnmals, die der Künstler Gerd Lebjedzinski dann im Jahr 1993 umsetzte.
Der Standort an der Lippe wurde aufgrund der Ereignisse dort gewählt: zwei Männer wurden mehrfach durch die Lippe getrieben, einer ertrank in den eisigen Fluten. Am Lippeufer, direkt neben der Lippebrücke Lange Straße, wurde die Hochwasserschutzmauer im oberen Bereich an zwei Stellen aufgebrochen und durch Schutzglas wieder geschlossen. Dahinter stehen vier schlanke Säulen aus Edelstahl, die für die vier Todesopfer stehen. Im oberen Bereich sind sie abgeschrägt und mit einer spiegelnden Oberfläche versehen, so dass der Betrachter des Mahnmals „sich darin nicht nur sieht, sondern auch erkennen kann“. Er kann zwischen den Säulen hindurchsehen und sieht den Fluss in Bewegung, die Säulen als Erinnerung bleiben.
Die Oberseite der Mauer ist mit schwarzem Marmor verkleidet, auf der eine große Tafel die Namen der Opfer und Tathergang nennt und die Abkürzung eines auch auf vielen jüdischen Grabsteinen verwendeten Schlusssegens in Hebräisch zeigt.

  • jederzeit frei zugänglich

Adressen

44532 Lünen

Anreise

Zieladresse: 44532 Lünen

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