Die "Neustadt" auf dem Emscherkunstweg ist ein bemerkenswertes Kunstprojekt, das aus 23 Skulpturen besteht und eine fiktive Stadt im Maßstab 1:25 darstellt. Diese Skulpturen basieren auf realen Gebäuden, die seit der Jahrtausendwende im Ruhrgebiet abgerissen wurden. Die Auswahl der Gebäude erfolgte nicht nach einem festen Schema, sondern orientierte sich an ästhetischen und skulpturalen Kriterien, um einen Querschnitt des regionalen Städtebaus zu präsentieren. Ein Essener Mietshaus aus der Gründerzeit steht neben einem Wohnkomplex aus Marl von 1965, während Plattenbauten die Sozialgeschichte der 1970er Jahre reflektieren. Die Paulskirche aus Duisburg und die Kirche St. Joseph aus Essen-Kupferdreh, die 2015 abgerissen wurde, verdeutlichen den gesellschaftlichen Wandel, der auch die Glaubensgemeinschaften beeinflusst. Die stufenförmige Architektur der Volkshochschule in Essen und das Hallenbad in Marl, beide Beispiele der Nachkriegsmoderne, regen zur Diskussion über den Erhalt und Abriss von Bauwerken an.